Sheetali Pranayama - MBODY Massage & Yoga

Sheetali Pranayama – Cool bleiben wie ein Yogi!

Beat the Heat! Sheetali Pranayama ist die Yoga Atemübung für heiße Sommertage

Neben Sheetali Pranayama gibt es noch eine ganze Serie von Yoga Atemübungen, die „kühlender Atem“ oder Sheeta Pranayamas genannt werden.

Anbetracht der nächsten Hitzewelle, die diesen Sommer nicht nur Berlin trifft, erfährst Du hier, wie Du bei heißem Wetter im wahrsten Sinne „cool“ bleibst.

Mit der beschriebenen Atemübung wirst Du innerhalb von Minuten selbst bei körperlicher Anstrengung, wie z. B. während oder nach Deinen Läufen, kühlende, erfirschende Atmung für Dich entwickeln können.

Hitzewetter – Pranayama

Jetzt mehr zu der kühlenden Atemübung bei heißem Wetter.

Diese Technik wirkt erstaunlich schnell. Die Wohltat kannst Du beinahe sofort spüren. Es sollte auch erwähnt sein, dass Du an heißen Tagen die Elemente der Ernährung begrenzen oder weglassen solltest, die eine fast sofortige Hitze produzieren.

Vielleicht hast Du schon die Wirkung von Tee und Kaffee oder sehr heißen Getränken, Tabak und Alkohol auf die Körpertemperatur bemerkt oder nach Stärken und schweren Proteinen. Auch dazu gerne mal mehr in einem anderen Beitrag. Auf meiner RUN2YOGA Seite findest Du einige Rezeptvorschläge bei heißem Wetter unter Was Läufer essen.

Sheetali Pranayama – der eisende Atem

Sheetali Pranyama wird der „eisende Atem“ genannt oder der „eismachande Atem“. Hierfür rollst Du Deine Zunge zusammen in „Kakachandra Mudra“. Mudra übersetzt bedeutet einfach „Energiesiegel“. Dieses Mudra machst Du, indem Du die Zunge in ein Röhrchen formst. Anschließend schiebst Du sie so durch Deine gespitzten Lippen. Ähnlich als würdest Du sie zum Pfeifen halten. Dieses Mudra wird „Krähenschnabelgeste“ genannt.

Einige Menschen können veranlagungsbedingt ihre Zunge nicht zu einem Röhrchen rollen. Falls Du dazu gehörst, kein Ding. Ziehe alternativ den Atem zischend durch die aufeinandergelegten Zähne bei leicht geöffneten Lippen bei jeder Einatmung.

Sofort Kühlung des Körpers und Beruhigung für den Geist erfahren

Du wirst eine fast sofortige Kühlung des Körpers durch diese Atemübung oder besser, Atemkontrolle, erfahren. Yogis, die Sheetali Pranayama anwenden, behaupten, wenig oder kein Wasser zu brauchen, da sie einige Feuchtigkeit beim Ausführen des Pranayamas in das System aufnehmen.

Bei Sheetali Pranayama rollst Du Deine Zunge in Kakachandra Mudra, der "Krähenschnabelgeste", um so wie durch ein Röhrchen die Luft einzuziehen.
Beat the Heat mit Sheetali Pranayama – © Sonja Eigenbrod, MBODY Massage & Yoga

Ausführung:

  1. Sitze in einer bequemen Stellung, aber mit geradem Rücken, vorzugsweise im Fersensitz (Vajra Asana).
  2. Rolle Deine Zunge zusammen zu einem „Röhrchen“ und schiebe sie etwas durch die spitzen Lippen vor in das Kakachandra Mudra, die Krähenschnabelgeste. (Alternativ die Zähne aufeinander legen).
  3. Ziehe Luft über die zusammengerollte Zunge entspannt bis zum Ende Deiner Einatmung in den Mundraum.
  4. Führe die Zunge zurück in den Mund, lass die Lippen entspannt geschlossen und mache eine Schluckbewegung als würdest Du die frisch eingeatmete, kühle Luft „trinken“. Halte den Atem für eine kurze Pause ein.
  5. Atme über die Nase aus und nimm dabei die Temperatur der Atemluft zwischen Nasenspitze und Oberlippe wahr.

Ich empfehle Dir einige Wiederholungen zu machen, ca. 15 Runden. Oder in etwa solange bis die Atemluft beim Ausatmen allmählich kühler und Dein Geist spürbar ruhiger werden.

Mit etwas Übung kannst Du Dich in einer fortgeschritteneren Version üben.

Vorweg weise ich daraufhin, dass die fortgeschritteneren Yoga Atemübungen sehr wirksam sind. Ich empfehle Dir, sie mit der Unterstützung eines erfahrenen Menschens auszuführen.

Bei dieser Version wendest Du für die Atmung einen rhytmischen Zeitkreis an. Es gibt viele Variationen. Hierbei nutzt Du 8 : 4 : 8 : 4. Das heißt, Du ziehst den Atem langsam für eine Acht-Zählung ein, dann hältst Du ihn für eine Vier-Zählung und stößt den Atem durch die Nase mit einer Acht-Zählung aus und hältst den Atem weiter für eine Vier-Zählung aus.

Mach gerne eine kurze Pause nach jeder Runde.

Wirkung

Sheetali Pranayama hat eine sehr gute Wirkung auf Vaata- und Kaphastörungen. „Vaata“ bedeutet „Wind“ und „Kapha“ bedeutet „Schleim. In Yoga Chikitsa und Ayurveda wird gelehrt, dass Vaata Gulma bewirkt oder chronische Dispepsie sowie einen Zustand, genannt Plecha, der sich im Körper durch verschiedene Formen von chronischer Entzündung, Fieber oder Leberstörungen zeigen kann. Sheetali überwindet ein ständiges Streben nach Flüssigkeit und kann in der Behandlung von Diabetes von Wert sein.

Es gibt eine weitere Serie, die aber eher auf den Blutstrom kühlend wirkt. Sie heißt Shishira Pranayamas. Diese Atemübungen dienen eher dazu, einem Zustand entgegenzuwirken, der sich „Atmungs-Übersäuerung“ nennt und entspricht dem hohen Säuregehalt des heißen Blutstroms. Diese Techniken sind besonders interessant für diejenigen, die an irgendeiner Form von Übersäuerung leiden. Das sind u. a. Frauen, die auf die Menopause zugehen. Die Yoga Atemübungen können sich positiv auswirken auf die plötzlichen Hitzewallungen in dieser Periode des „Wechsels im Leben“. Zu diesem Thema ein anderes Mal gerne mal mehr.

Neben Sheetali Pranayama gibt es noch weitere Pranayamas wie Sitkari, Kaki, Mantangi, Bhujangi und Kavi Pranayama.

All diese Techniken besitzen physische und auch psyschische Wirkung. Sie sind sehr zu empfehlen zur Kühlung des Körpers bei heißem Wetter, körperlicher Anstrengung, entzündlichen Prozessen und „hitziger“ Stimmung.

Bitte nicht ausführen bei folgenden Indikationen

Bei folgenden Indikationen ist Sheetali Pranayama kontraindiziert:

  • niedriger Blutdruck
  • Atemkrankheiten (Asthma, Bronchitis, starke Verschleimung)
  • chronische Verstopfung
  • Herzfehler (hier die Übung bitte die Übung ohne Atem ein-/aushalten ausführen)
  • bei stark belasteter Luft im Umfeld (da die Luft nicht durch die Nase gefiltert während der Übung)

Yoga auf natürliche Weise

Nichts kann so kühlend und gleichzeitig belebend sein, wie ein morgendliches Yoga- und Pranayama Training an einem Meeresstrand, nahe an einem See, Fluss oder einfach irgenwo im Freien, wo die Morgenbrise weht.

In einer Zeit der künstlichen Ernährung, künstlichen Umgebung und des künstlichen Lebens ist es um so wichtiger geworden, so natürlich wie möglich zu leben. Ein Yoga-Leben ist ein ntürliches Leben in Harmonie mit der Natur.

Ich freue mich, wenn ich Dir mit meinem Beitrag etwas Inspiration mit einer einfachen Atemübung für natürliche Frische schenken konnte. Ganz einfach, unverpackt und nachhaltig.

Wenn Du noch Fragen hast oder einfach nur Deine Erfahrung damit teilen möchtest, schreibe gerne einen Kommentar in die Box.

Weitere Informationenen erhältst Du bei Interesse gerne auf Anfrage.

Natürlich kannst Du jederzeit einen Termin online buchen für Deine individuelle Session zum Thema Atemübungen.

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